Die November NonaBox

Nachdem ich von der Oktober Nonabox so begeistert war, möchte ich euch heute gerne den Inhalt der aktuellen November NonaBox zeigen. Leider muss ich ehrlich gestehen, bin ich diesmal vom Inhalt etwas enttäuscht... Gerade weil es ja heißt dass die Box immer individuell auf das Kind zugeschnitten sein soll. Aber seht selbst:

BabyBjörn - Löffel | circa 5€ (im 2er Set um die 10€)
Besonders griffig für kleine Hände, aber dafür müssten die kleinen Händchen erstmal aus meinem Bauch kommen;) Und die Milch wird der Hummelmann dann ja auch nicht direkt eigenständig löffeln... egal. Der robuste Kunststofflöffel ist sowohl spülmaschinen- als auch mikrowellengeeignet und für Kinder ab dem 4. Monat gedacht. Da kommen wir auch schon noch irgendwann hin.

PaulandStella - Spucktuch „New Arrival Made With Love” | circa 10€
Das Spucktuch gefällt mir wirklich gut und ist eines meiner Highlights aus der aktuellen Box. Das weiche und dicke Tuch lässt sich dank der Nierenform sehr schön über die Schulter legen. Auch die Aufschrift „New Arrival Made with Love“ finde ich ganz witzig. Die Rückseite ist einfarbig grün aus Frottee.
• mit OEKO-TEK Zertifikat
• 100% Baumwolle: Vorderseite mit weichem Jersey, Rückseite mit weichem saugfähigem Frottee
• in praktischer Nierenform
• Größe ca. 28 x 50 cm

Dazu gibts dann noch eine Werbebroschüre zur PaulandStella selbstwärmenden  Baby-Flasche.

zeitTeilmama - Shopping-Liste | 6,95 €
Eine Einkaufsliste auf der man ganz einfach sein Kreuzchen setzten kann um nichts mehr zu vergessen. Ganz schön gemacht, aber hier bin ich leider schon in der Neuzeit angekommen und benutze dafür meine Einkaufsliste im Smartphone. Passend dazu wird gleich das Produktmagazin von zeitTeilmama mitgeliefert... Erinnert mich leider eher an ein Werbegeschenk.

SteriPharm Folio – für die Schwangerschaft und Stillzeit | circa 6€
Bei Nahrungsergänzungsmitteln scheiden sich ja die Geister.... Ich habe mich da während der Schwangerschaft lieber auf eine ausgewogene Ernährung verlassen, was sich auch als gut heraus gestellt hat, meine Blutwerte sind während der kompletten Schwangerschaft immer perfekt gewesen. Außerdem enthalten die Tabletten zusätzlich Jod, sodass ich die Einnahme aufgrund meiner Schilddrüsenfehlfunktion auch erst mit meinem Arzt abklären müsste. 

"Ein toller Tag mit Mama" von Anna Walker Urachhaus Bücher  | circa 7,90€
Kinderbücher sind immer schön, ganz besonders wenn sie so hübsch illustriert sind! Mein zweites Highlight in der Novemberbox.

"Dürfen wir vorstellen? Das ist Maxi! Wenn Maxi morgens aufwacht, wartet der Tag schon darauf, entdeckt zu werden! Und wie herrlich ist es, wenn man so viele tolle Sachen erleben kann. Ein wunderbares Pappbilderbuch, das zeigt, wie bunt und schön das Leben sein kann."

Skip Hop - BUTTERFLY Börse | ???€
Skip Hop ist eine wirklich tolle Marke und ich hab mich gerade die Tage in dieses hübsche Melamine Set verliebt! Das wäre doch perfekt für den Hummelmann, ok, das ganze hat noch etwas Zeit ;) Aber ob der Hummelmann auch auf den pinken Schmetterling steht?! Irgendwie leider nicht so passend, schade!

StickerKid – Personalisierte Aufkleber inkl. 5 Euro Gutschein
Auch wenn man hier einen 5€ Gutschein für den ersten Einkauf bei StickerKid bekommt, finde ich das leider kein vollwertiges Produkt für die Box, sondern sehe es eher als nette Beigabe...
 
Ansonsten gab es dann noch einen kleinen Katalog zum Mick und Muck Buch, was jedoch nicht in meiner Box enthalten war... und die obligatorische Anschreibenkarte.

Auch diese Box hätte im Monats Abo 24,95€ gekostet und ich muss einfach ehrlich sein, hätte ich sie nicht als Sample zugeschickt bekommen, sondern bezahlt, wäre ich glaube ich recht enttäuscht gewesen. Mich erinnert ein Großteil des Inhalts an Werbegeschenke, wie man sie teils auf Babymessen geschenkt bekommt.

Meine Highlights aus der November Box sind (leider nur) das PaulandStella Spucktuch und das Buch "Ein toller Tag mit Mama". Wie gefällt euch die November Nonabox?
http://www.shades-of-nature.de/p/ich-arbeite-gelegentlich-mit.html

Meine Gelüste und Essgewohnheiten in der Schwangerschaft

Bevor diese unglaublich Zeit tatsächlich bald vorüber ist und das Abenteuer Baby beginnt, wollte ich kurz einmal das Thema Essen in der Schwangerschaft Revue passieren lassen. Mich hatte schon vor einiger Zeit auf Instagram jemand zu diesem Thema getagged, leider weiß ich absolut nicht mehr wer das war - Schande über mein Haupt. Jedoch mein Essverhalten der letzten neun Monate in bloß ein Bildchen zu packen, das schaffe ich nicht! Deswegen hier heute etwas ausführlicher.

Zu Beginn der Schwangerschaft dachte ich, es ist vorbei, ich darf nichts mehr essen! Neben dem üblichen bekannten Sachen wie rotes Fleisch, alles was nicht durchgebraten ist (auch Frühstückseier) und natürlich Alkohol (selbstverständlich!), kamen dann auch noch solche Dinge wie Salami, geräucherter Fisch, Rohmilchkäse, Camembert, Handkäs´, Feta aus Ziegenmilch (solange er nicht pasteurisiert ist), Mousse au Chocolate (rohe Eier), Mettbrötchen (logisch- roher geht kaum), Leber (-Wurst)... Die Liste wurde immer länger, in meinem Fall natürlich deswegen, da ich nicht Toxoplasmose positiv getestet wurde. Das hätte ich nie gedacht, da ich schon seit Kindheitstagen an mit Tieren zusammenlebe und gerne auch mal Dinge nicht 100% durchgegart zu mir nahm. Egal - mit der Zeit lernte man sich zu damit zu arrangieren.

Im Grunde kann ich sechs Phasen nennen, die mir ernährungstechnisch während der Schwangerschaft aufgefallen sind.

Die Smoothie-Phase Ohne Smoothie habe ich nicht das Haus verlassen! Und da wusste ich noch nicht mal das ich Schwanger bin. Seltsamerweise stellte sich mein morgendliches Verhalten abrupt von Kaffee auf grünen Tee und Smoothies um. Das hielt so ungefähr 3 Monate an. Auf koffeinhaltigen Kaffee habe ich übrigens bis auf ein paar Ausnahmen fast die komplette Schwangerschaft verzichtet und auch grüner sowie schwarzer Tee kamen nur sehr gemäßigt zum Einsatz.

Die Buttermilch Phase 1 Liter Buttermilch am Tag?! Gar kein Problem! Ich habe fast nichts anderes gebraucht. Auch hier, zwar bloß eine kurze, aber intensive Liaison.

Die Tabasco Phase Es gab eine Zeit ungefähr im 4. - 6. Monat, da konnte man wohl meine Gerichte kaum essen, so scharf waren sie. Die Tabasco Flasche stand immer parat und ich überlegte mir tatsächlich kurzzeitig sogar eine mit in den Urlaub mitzunehmen. Aber nicht nur Tabasco, auch Sambal Olec musste überall ran und als Snack zwischendurch gab es eingelegte grüne Peperonie. Scharf, schärfer, extra Hot war das Motto. Zu dieser Zeit litt ich zum Glück noch nicht unter Sodbrennen und mein Mann scherzte ständig, dass ich wohl ein kleines feuerspuckendes Drachenbaby auf die Welt bringen werde, das wir dann Sambal nennen.

Die Wassermelonen Phase Zwar nur kurz aber intensiv futterte ich Wassermelone in Unmengen.

Die Ananas Phase folgte direkt auf die Wassermelonen Phase, das war zu dem Zeitpunkt, also ich dann auch wegen frühzeitiger wehen ins Krankenhaus kam. Ich weiß bis heute nicht ob eventuell auch die Ananas daran eine gewisse Schuld trägt, denn den Enzymen wird nachgesagt das sie wehenfördernd seien. Das wusste ich damals leider nicht.


Die Kaba, Schokoladen und Süßes-Phase bisher konnte ich mit allen Gelüsten sehr gut leben, denn so richtig ungesund waren sie ja nicht. Aber dann schlug es wie eine Bombe ein, es müssten jetzt die letzten drei Monate gewesen sein, in denen ich mein tägliches Glas Kaba einfach brauche! Wirklich, das ist wie eine Sucht. Auch Süßes wie Kekse oder Schokolade muss ich im Haus haben. Verwunderlich, denn vor der Schwangerschaft habe ich jedem Rippchen Schokolade eine Stück Wurst zum Naschen vorgezogen! Aber momentan ist es mir fast unmöglich auf Lebkuchen, Marzipankartoffeln oder meinen heiß geliebten Kaba zu verzichten.

Auf was ich seit Monaten Lust habe, mir aber verkneife:
Lachsbagel mit Frischkäse, Sushi mit rohem Fisch, ein blutiges saftiges Steak, Leber und Gerichte mit Inneren, Muscheln rheinische Art, Heringssalat, Pralinen mit Alkohol, Handkäs´ mit Musik und Federweiser (in unserer Region war das im Herbst reinste Folter), Mettbrötchen.

Bleibt mir zum Schluss noch zu sagen, jeder soll das Essen worauf er Lust hat und was man guten Gewissens während der Schwangerschaft vertreten kann - lasst es euch schmecken!

Nestbautrieb und Zeitmaschienen

Es gibt so ein paar Floskeln, die man mit dem Ende einer Schwangerschaft in Verbindung bringt, zum Beispiel den Nestbautrieb. Den gibt es wirklich, ich könnte hier alles auf den Kopf stellen, putzen, aufräumen, Babysachen noch mal neu sortieren, die Wäsche gleich wegwaschen, meine Schminkecke aufräumen - da fliegt einfach alles umher, ich will noch Sachen für´s Kinderzimmer nähen und sollte ich vorkochen?! Ahhh, das ist fast schon manisch!

Und dann heißt es auch noch, die letzten Wochen würden sich ziehen wie Kaugummi, die Zeit bis die Geburt sich endlich einstellt, würde viel langsamer vergehen. Das kann ich nicht bestätigen! Denn gefühlt ist mein Kleiner im Besitz einer Zeitmaschine, die jeden Tag wie im Flug vergehen lässt. Ich habe mich immer auf den Entbindungstermin Anfang Dezember eingeschossen, mein Dezemberbaby.... Wie das halt heute so in der modernen Welt ist, alles muss termingerecht stattfinden. Und dann haut es einen plötzlich voll aus den Latschen, "Ihr Baby wird sich bald auf den Weg machen, das wird ein Novemberkind!".

Hoppla - aber ich bin doch noch gar nicht so weit! Siehe Nestbautrieb, es gibt noch so viel zu tun. Natürlich weiß ich, dass man bei einer Geburt vier Wochen vor und zwei Wochen nach errechnetem Termin von einer termingerechten Geburt spricht. Aber ehrlich, klammert sich nicht jeder an dieses eine Datum, dass einen die letzten Monate immer begleitet hat, nachdem jeder fragt?! Also ich brauche diese vier Wochen eigentlich noch ganz dringend!

Jetzt sitze ich seit zwei Tagen hier auf heißen Kohlen, oder besser gesagt ich liege. Mein Gebärmutterhals sei komplett verstrichen, der Kopf des Hummemanns liegt schon enorm tief im Becken und drückt ordentlich, alles bloß noch gehalten von der Cerclage, welche eigentlich erst am 20. November hätte entfernt werden sollen. Nur arbeiten da anscheinend auch einige Wehen immer mal wieder, anders kann ich dieses ordentliche Zwicken und Zwacken nicht erklären, welches einen automatisch wie im Geburtsvorbereitungskurs atmen lässt... Jetzt hoffen wir darauf wenigstens bis nächste Woche Mittwoch zu kommen, dann gehts weder zum Arzt. Der Hummelmann wäre zwar kein Frühchen mehr, aber jede Woche in Mamas Bauch zählt. Der Doc und ich haben uns gemeinsam jetzt die 3.000 Gramm Marke als Ziel gesetzt.

Das heißt für mich, Nestbaubetrieb unter Zeitdruck rattert in meinem Kopf und ich kann einzig von der Couch aus regieren... Liebe Grüße an diesem Punkt an meinen Mann ;)

Ich packe meine Kliniktasche und nehme mit...

36. Schwangerschaftswoche, ginge es nach unzähligen Ratgebern, sollte die Kliniktasche schon längst gepackt und startklar im Flur stehen, allzeit bereit!

Da ich seit zwei Tagen immer mal wieder so ein ziepen verspüre, will ich mich mal den Ratgebern beugen und zumindest das Gröbste schon mal zusammen suchen. Vieles kann ich auch einfach noch nicht einpacken, da ich es ja auch zuhause intensiv nutze, wie zum Beispiel mein Stillkissen, oder mein liebstes Massageöl von Penaten. Auch die meisten Klamotten die ich mit in die Klinik nehmen mag, trage ich ja zur Zeit auch noch am liebsten. Aber zumindest habe ich schon mal einen groben Plan und ein Teil, an den ich im Fall der Fälle vielleicht nicht mehr denke, liegt jetzt aufbruchbereit in der Tasche.


"Kaufen Sie nichts neues für den Kreißsaal, sondern packen sie ein altes Nachthemd und ausgeleiherte Baumwoll Slips ein." Was für ein toller Tipp, nur habe ich weder ein altes Nachthemd, noch ausgeleiherte Baumwollslips ;)  Deswegen bin ich tatsächlich noch mal los und habe mir bei KIK für 8€ ein Nachthemd mit Knopfleiste besorgt. 

Ansonsten mit in die Tasche kommt meine bequeme Jogginghose (und vielleicht noch eine Leggins), dicke Kuschelsocken (kalte Füße würden Wehen hemmen), Still-BH´s von Rossmann in zwei verschiedenen (ganz schön großen) Größen - Stilleinlagen stellt das Krankenhaus zur Verfügung. Ein langes, bequemes Tank Top, mehrere große Schlübber und mein bequemer Lieblings Cardigan.

Was noch rein muss sind meine Schlappen, der Bademantel und zwei langärmlige Oberteil mit Knopfleiste, es muss ja zum Stillen praktisch sein.

Des weiteren habe ich mir bei dm für die ersten Tage im Wochenbett ganz niedliche Einmalslips und (nach langer Entscheidungsphase vor dem unglaublich übervollen Hygieneregal) Maxi Binden eingepackt. Das Krankenhaus hat zwar welche auf Vorrat, aber die habe ich schon kennenlernen dürfen, ähm danke, aber nein danke!

Ansonsten muss noch mit: Lippenpflegestift, Trockenshampoo - wer weiß, Handcreme und Nagelfeile, es macht mich wahnsinnig wenn mein Nagel eingerissen ist! Massage Öl (hier kommt noch mein Lieblingsöl von Penaten rein), das geniale Massage Dingens, das tut so gut am Kreuzbein! Haarbürste, Haargummis und ein Haarband, damit die Zotteln nicht im Gesicht stören. Ein Tipp von einer bekannten, Klopapier! Da das im kranehaus gerne mal verdammt kratzig ist... Und wer weiß ob ich´s benutze, aber mein Monsterschreck Spray nehme ich auch mal mit, damit schlummere ich immer direkt weg und kann mich super entspannen.

Wichtig dann noch, Erfrischungs-/Abschminktücher, Zahnbürsten für meinen Mann und mich und eine riesen Tube Zahnpasta, belebendes Duschgel und mein Merz Beautytalent Balm zum eincremen. Total genial ist der kleine Not-Helfer von Farfalla, der hilft mir immer super bei Kopfschmerzen, Übelkeit oder Verspannungen - perfekt also. Zum Erfrischen kommt dann auch noch eine kleine Flasche Caudalie Eau de Béaute mit. Wahrscheinlich werde ich nur einen Bruchteil der Sachen benutzen, aber es beruhigt mich zu wissen, sie im Notfall in der Tasche zu finden. Natürlich ganz wichtig, die Unterlagen zur Anmeldung, Mutterpass, Krankenkarte, Dokumente für den Elterngeldantrag, etc., ...


Mein Handy muss natürlich auch mit, alleine zur Ablenkung und als MP3 Ersatz, deswegen auch die Kopfhörer. Für die Tage danach im Krankenhaus kommt eine minimale Auswahl an Makeup mit, ganz ehrlich, da ist nichts großartiges drin, BB Cream, Concealer, wasserfeste Mascara - die Basics sozusagen.

Für den Hummelmann nehme ich nur ganz wenig mit, die kleine Kuscheldecke von Belly Button, ein Spucktuch, sein kleines Neugeborenen Mützchen, den selbstgestrickten Pucksack, seine Spieluhr und sein Bernsteinarmband was meine Tante gemacht hat. Das war es auch schon. Alles zur Babypflege, Windeln und die erste Kleidung gibt es im Krankenhaus und uns wurde empfohlen nicht unbedingt etwas von Zuhause mitzubringen, da dass dann ganz schnell in der Klinikwäsche landet und verschwinden kann. Was natürlich noch mit muss, ist das Outfit für die Heimfahrt, aber das möchte ich hier noch nicht verraten ;)

Jede Menge Zeug! Und das ist erst der Inhalt den ich momentan eingepackt habe, wer weiß was mir noch alles einfällt. Wahrscheinlich ist es sowieso viel zu viel, aber so what, was ich dabei habe, hab ich dabei!

Ansonsten muss in die Tasche auf alle Fälle auch noch Platz für ein paar Snacks bleibe! Müsliriegel, Eistee als kleiner Energiekick und eine Schoko Müllermilch (Milch macht müde Muttis munter, oder wie war das ^^) und der Mann möchte unbedingt Bifis mitnehmen

Dinge die mir beim tippen des Artikels noch eingefallen sind:
Schlafmaske, Kaugummi, Deo, Kamera, Ladekabel, Ersatzakku, Handtuch...

Hab ich noch was wichtiges vergessen?!

Meine erste Nonabox

Gestern kam hier im Hause Hummelmann die erste Nonabox an. Ich habe mich wirklich sehr über diese Baby-Überraschungsbox gefreut und musste sie natürlich direkt aufreisen. Heute möchte ich euch gerne zeigen was in meiner, beziehungsweise dem Hummelmann seiner Box enthalten war. Wartet ihr noch auf eure Box, dann klickt ganz schnell wieder weg, ich will euch ja die Überraschung nicht verderben ;)

Die Nonabox ist gefüllt mit lauter tollen Babysache die übrigens immer auf das eigene Kind, Geschlecht und das Alter, abgestimmt sein soll.

Aden + Anais | Spuck-, Wickel- und Pucktücher swaddle | Radiant Red | 19,50€
Dieses Tuch ist mir als erstes in die Augen gestochen. Aden + Anais verbinde ich mit hochpreisigen Spucktüchern (was für mich ja schon ein Widerspruch in sich ist ^^) und ich sollte recht behalten. Es ist ein riesen 120 x 120 cm Aden + Anais Mulltuch, auf welches vereinzelt große rote Sterne aufgedruckt sind. Nicht unbedingt die Farbe meiner Wahl, aber so what. Die Tücher von Aden + Anais sind sehr vielseitig einsetztbar, als Pucktuck, Spucktuch, Mullwindel und -tuch, Schnuffel- und Kuscheltuch, Sonnen- und Mückenschutz, luftige Decke oder eben als Wickelunterlage. Etwas negativ ist mir ehrlich gesagt der Geruch aufgefallen, recht chemisch, aber hier wandert ja sowieso erst einmal alles in die neue Waschmaschine. 

Lansinoh Momma Weithalsflasche mit NaturalWave™ Sauger | 6,99€ 
Mein nächster Griff ging zur Flasche ;) Lansinoh kenne ich bisher nur im Bezug aufs Stillen und  habe hier auch Stilleinlagen der Marke. Die Flasche mit dem NaturalWave Sauger ist aber auch genau auf diese Zwecke ausgelegt, um den Wechsel von der Brust zur Flasche und zurück zur Brust zu erleichtern. Der Nucki schaut wirklich sehr außergewöhnlich und recht brustähnlich aus, ist sehr weich und biegsam. Finde ich Super, da ich auf alle Fälle versuchen will zu stillen und wenn es dann doch einmal Probleme geben sollte, habe ich eine Flasche da, die nicht gleich zu völligen Saugverwirrung führt. 


Difrax Schnuller - Natural M 0-6 - Limited Edition Deutschland | 4,29 €
Ein Schnuller über den sich mein Mann sehr freut! Er ist ja der Meinung, da der kleine ein Weltmeisterbaby ist, muss dies auch zelebriert werden... Käme ja nicht so oft vor! Gut so was zu hause zu haben, auch wenn ich hier ebenso erstmal versuchen möchte ohne auszukommen. 

Lotties Baumwoll-Erstlingsmütze aus Bio-Baumwolle | 4,45 € 
Sehr süß ist das kleine Bio-Baumwoll-Häubchen von von Lotties. Das kann ich wirklich gut gebrauchen! Es ist sehr neutral gehalten, passt einfach zu allem und ist dann auch noch aus Bio-Baumwolle - perfekt. 

Wonnig Weichen Baby-Waschlappen | 28 Stück | 1,98 €
Wonnig weich mit Wolken & Schafen... Einmalwaschlappen halt. Die Marke sagt mir überhaupt nichts, Einmalwaschlappen kann man aber immer gebrauchen. Kein Highlight in der Box, aber immerhin praktisch. 
Zeitschrift Junge Familie | 1 € | Beilagen 
Zu guter Letzt noch etwas Lesestoff, auch hier freue ich mich immer über Input. Gerade über die Broschüre zum Difrax Schnuller freue ich mich sehr, die haben nämlich wirklich hübsche Sachen. Auch kann man hier noch eine Gewinnspielkarte ausfüllen und mit etwas Glück einen Geschenkgutschein im Wert von 100€ gewinnen. Zum basteln gibt es auch noch eine Kleinigkeit, das #NonaDIY eine Maske perfekt für Halloween aka #nonaween.

Was soll ich sagen, man kann wirklich alles sehr gut gebrauchen! Was ich mir noch gewünscht hätte, wäre ein kleiner Übersichtszettel, wie er zum Beispiel bei den typischen Beautyboxen, der dm Lieblinge Box oder auch der Glossybox enthalten ist. Da hätte man den Inhalt noch einmal genauer auf einen Blick Zusammengefasst und auch den Wert der einzelnen Produkte auflisten könne. Die Preise habe ich mir jetzt im Internet zusammengesucht und bin somit auf einen Gesamtwert der Box von rund 39€ gekommen. 

Die Box kostet übrigens im Monats Abo 24,95€. Ich persönlich finde ja sie ist ein geniales Geschenk für werdende Mamas. Aktuell werde ich nämlich auch ständig gefragt, was ich mir denn für den kleinen denn noch Wünsche, was ich so brauche?! Und dann fällt mir spontan nie richtig was ein, denn zum Einen hat man das Wichtigste (hoffentlich) beisammen und zum Anderen wird es sich wohl erst in den ersten Wochen wenn der Hummelmann da ist zeigen, was man noch so alles gebrauchen kann. Die Nonabox finde ich da wirklich sehr schön als Geschenkidee, da man eine kleine Überraschungsbox bekommt mit deren Inhalt man 100%ig etwas anfangen kann. Mama & Baby sind also happy.

Wie gefällt euch die Oktober Nonabox?
http://www.shades-of-nature.de/p/ich-arbeite-gelegentlich-mit.html

Und langsam bekommen wir dann doch etwas Schiss...

Du?
Mhhhh? 
In ein paar Wochen ist hier plötzlich ein Baby im Haus, nicht mehr nur wir zwei. Komisch oder?!
Total und irgendwie unwirklich...
Dann wird irgendwie alles anders, denke ich?! Kann mir noch gar nicht richtig vorstellen wie das sein wird.
Und so ein Baby kann man bei nichtgefallen ja auch schlecht umtauschen...
Da hast Du recht!
9 Monate sind nicht lange genug um sich auf das vorzubereiten, was da kommt. Ich wäre gerne ein Elefant!

Dieser Dialog fand hier gestern tatsächlich so statt. Mein Mann kommt Heim, wir quatschen über den Tag, ich mache essen, kläre mit ihm Sachen, die abgehakt werden müssen, er macht es sich auf der Couch bequem und zockt ein wenig, ich schnappe mir mein Häkelzeug und so sitzen wir erstmal gemeinsam auf der Couch und jeder entspannt für sich. Wir sind Eigenbrötler, verbringen unsere Freizeit nicht unbedingt minütlich aufeinander hängend, sondern gerne auch mal den ganzen Tag in verschiedenen Räumen und "besuchen" uns dann immer kurz gegenseitig. Wir sind eigen und auch sicherlich nicht gerade einfach, aber eben genauso in den letzten 13 Jahren perfekt zusammen gewachsen. 

Bei keiner unserer Entscheidungen im Leben war die "Konsequenz" wohl so weltbewegend wie jetzt zu sagen, wir sind bereit für Nachwuchs. Kann man dafür überhaupt bereit sein? Haustiere, diese Verantwortung machte mir nie Angst und war immer selbstverständlich. Mit 16 ausgezogen, blauäugig und dennoch selbstbewusst. Hauskauf mit 23, das wird schon alles werden! Hochzeit nach 12 Jahren wilder Ehe, bloß eine Unterschrift auf einem Stück Papier....

Aber wie wird das wohl sein, wenn in ein paar Wochen der kleine Hummelmann da sein wird? Dreht sich dann alles nur noch um ihn? Läuft der Alltag irgendwie normal weiter, oder steht er komplett Kopf? Schaffe ich das so ganz alleine mit dem Stillen, werde ich alle 2 Stunden bloß eine halbe Stunde Ruhe bekommen? Kann ich das überhaupt? Ich hab so wenig Erfahrung mit Babys und mit so einem Kleinen, für das ich jetzt bis zu meinem Lebensende die Verantwortung trage, schon mal gar nicht. Wie werden wir zwei Eigenbrötler uns entwickeln und ohne Witz, wird unser alter Kater verstehen, wer ihm da plötzlich seinen Platz streitig macht?

Langsam kommt sie, die Unsicherheit und die tausend Fragen die Dir wohl niemand beantworten kann. Darf ich auf meinen Urinstinkt hoffen? Bin ich dann plötzlich von jetzt auf eben Mama und alles läuft irgendwie? Ein seltsames Gefühl, diese Vorfreude die gleichzeitig so viel Unsicherheit mit sich bringt.

Babys in die Welt hinaus tragen... Manduca, MeiTai, Tragetücher & Co

Am Samstag war ich auf einem Vortrag über Babytragen, das Thema interessiert ich mich schon seit ich weiß, dass ich schwanger bin. Ich finde solche Babytragen einfach ungemein, praktisch, gerade weil wir in einem Ort wohnen in dem es eben keine ordentlich breiten Bürgersteige gibt auf denen man gefahrlos mit dem Kinderwagen fahren kann. Das war auch eigentlich so mein erster Grundgedanke, warum ich eine Babytrage wollte. Mein Favorit war mir schnell klar, die Manduca sollte es werden. Warum? Weil sie einfach unglaublich sicher ausschaut, mein Mann diese ebensogut verwenden kann und mir die langen Bänder bei den Wicketüchern, die hinter einem her schleife erspart bleiben.
 
Jetzt kam aber wie gesagt am Samstag dieser Vortrag, den ich mir zusammen mit meiner Mama anschaute, die bisher irgendwie überhaupt keinen Bezug zu dieser ganzen Tragerei aufbauen konnte. Nach dem Vortrag des Fortbildungs- & Trainingszentrum Babytragen (FTZ) war das dann bei uns beiden anders. Ich war mir plötzlich mit der Manduca gar nicht mehr so sicher und merkte, dass hinter dem Tragen noch viel mehr steckt als ein praktisches Transportsystem und meine Mama war plötzlich auch hellauf begeistert und merkte dass es da eben nicht bloß darum geht den Kleinen (unnötig) zu verwöhnen.

Im Vortrag habe ich nochmals viel über die wichtige Anhock-Spreitz- Stellung erfahren, dass der Rücken des Kindes immer rund sein soll, man durch das Tragen auch Still- und Schlafzeiten etwas steuern kann und die Kleinen sich einfach sicherer und geborgen fühlen. Es sind Stichpunkte wie Urinstinkte, Klammerreflex, Angst vom Säbelzahntiger, Menschenkinder sind Traglinge, etc. gefallen, die dem Thema Tragen plötzlich eine ganz andere Sichtweise verliehen. Hier findet man die Infos zum Tragen noch einmal sehr gut zusammengefasst: "Über die Auswirkungen des Tragens auf Gesundheit und Entwicklung".

Nun bin ich also noch angetaner als zuvor und sehe das Tragen nicht mehr nur als praktische Fortbewegung an. Jetzt beschäftige ich mich aber seit Samstag mit der große Frage, welche Trage soll es denn nun werden? Doch etwa das feste Tragetuch? Da muss ich mich erst mal mit den überhängenden Stoffresten anfreunden.
Hoppediz gewebtes Tragetuch BREST

Oder ein elastisches Tragetuch, wie das von Moby Wrap? Es ist einfach weicher und anschmiegsamer und hier kann ich das Tuch komplett fertig vorbinden und erst dann den kleinen darin positionieren.

MOBY WRAP "Almond Blossom" - elastisches Tragetuch

Oder die Mei Tai Trage, eine Mischung zwischen Tragetuch und einer "fertigen" Bauch- bzw. Rückentrage ohne feste Schnallen? Momentan, neben dem elastischen Tragetuch, ganz weit vorne bei mir. Wobei man hier wohl extrem auf die Breite des Stegs zwischen den Babybeinen achten muss, damit diese nicht zu sehr gespreizt werden.

Freehand MeiTai Baby Carrier "Nest"

Total begeistert hat mich am Samstag ja der "Schlingel" von Wermli, eine Stofftrage ohne Knoten und überhängenden Bändern. Mittlerweile hat sich meine Sicht darauf auch schon wieder etwas geändert, da dieser leider bloß einer von uns tragen kann, weil man ihn nicht individuell einstellt, sondern in der passenden Größe des Träger kaufen muss und ich die Festigkeit nicht individuell ans Kind anpassen kann.


Tja, und dann eben noch die Manduca, die plötzlich für mich nur noch Sinn in den späteren Lebensmonaten und für unterwegs macht, mir auf einmal sehr globig erscheint und so etwas an ihrem Reiz verloren hat.
Manduca Babytrage Limited Edition TrueDiamond 

Ich glaube ich werde mich mit dem Thema wohl erst wirklich auseinandersetzten können, wenn der Kleine da ist und wir gemeinsam zu einer Trageberatung gehen können, erst so wird glaube ich klar, was wirklich zu uns passt.

Habt ihr Erfahrungen mit Babytragen und könnt etwas empfehlen, oder ist dieses Baby mit sicher herum tragen gar nichts für euch und immer noch zu sehr öko angehaucht?

Bilder via  Amazon Partnerporgramm

Eigentlich dachte ich immer, man sei 9 Monate schwanger...

Und plötzlich ist er da, der 9. Monat! Unfassbar, dass sich meine Schwangerschaft schon dem Ende zuneigt... Für mich bedeutete der 9. Monat immer, dass in den nächsten Wochen das Baby kommt. Falsch gedacht, ich weiß nicht an was es liegt und ob es schon immer so war, aber heutzutage ist man in den meisten Fällen laut meinen neusten Informationen anscheinend mindestens 10 Monate Schwanger, in manchen Fällen rutscht man sogar in den 11 Monate!

Was ich ganz sicher sagen kann, man ist bis zum errechneten Geburtstermin 40 Wochen Schwanger. Summa Summarum, 40 Wochen durch 4 Wochen pro Monat, gleich 10 Monate. Es muss also irgendwie stimmen ;) Außerdem weiß ich ja das mein errechneter Entbindungstermin Anfang Dezember sein wird und das sind immerhin noch rund 7 Schwangerschaftswochen.

Dennoch, 9. Monat, damit verbindet man irgendwie kugelrunde Frauen die minütlich zu platzen scheinen, bei jeder Bewegung schnaufen als bräuchten sie umgehend ein Sauerstoffzelt, die Kliniktasche steht bereit, das Kinderzimmer ist komplett eingerichtet, man ist vorbereitet...

Ist man nicht! Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass in nur wenigen Wochen der kleine Hummelmann (plötzlich) da sein soll. Das ist irgendwie noch alles so unwirklich, auch wenn sich schon jetzt mein ganzes Leben gefühlt nur noch um ihn dreht.

Liebe Mamas, wie war das bei Euch, ab wann realisiert man dass sich das Leben völlig ändern wird, man Mama sein wird, da ein kleiner Mensch ist um den sich plötzlich alles dreht?

Das Rossmann Hurra-Baby Willkommensgeschenk aus dem neuen Babywelt Bonus-Club

Wie bei vielen Drogerien oder Babymarken, gibt es auch bei Rossmann einen Babyclub, welcher seit kurzem in neuem Glanz erstrahlt. Aus der "Babywelt" wurde das "Hurra-Baby Programm" was wirklich unglaublich liebevoll umgestaltet worden ist und für mich keinen Vergleich mehr zum alten Programm zulässt. Alleine vom Design hat Rossmann da wirklich tolle Arbeit geleistet und es geschafft mich so in den einzigen Rossmann in meiner Nähe, der 20km entfernt ist, zu locken.



Als Schwangere kann man sich auf der Homepage von Rossmann für das Bonus-Programm anmelden und bekommt sogleich einen Gutschein für das erste Willkommensgeschenk. Bei diesem handelt es sich um einen kleinen grünen Kulturbeutel, welcher mit dem neuen Esel-Maskottchen bedruckt ist. Der Kulturbetel ist wirklich hochwertig gearbeitet und perfekt für zukünftige kleine Touren mit dem Baby. Bei mir wird er wohl schon recht bald zum Einsatz kommen, da ich in perfekt für die nötigsten Kleinigkeiten zur Entbindung für den kleinen Hummelmann finde.

In der Schaumschläger-Tasche befinden sich natürlich auch einige Goodies, was man auf den ersten Blick von der Menge her gar nicht erwartet hätte:

In meiner Tasche war drin:
- Couponheft und Checkiliste
- Lansinoh Flyer und 2 Stilleinlagen
- Tetesept Sodbrennen Akut Kautablette
- NUK Vollwaschmittel
- Rival de Loop Hydro Reinigungstücher
- babydream Mama Pflegelotion
- BiOil Sachet
- Penaten Intensiv Lotion



Die Tasche ist super praktisch aufgebaut, mit vier unterteilten Innentaschen und einem Haken, um sie im offenen Zustand aufhängen zu können. Da hat Rossmann wirklich ein schönes und vor allem passendes Baby- beziehungsweise Mamaset zusammengestellt und punktet damit bei mir auch weitaus mehr als das Willkommensgeschenk von dm.

Wenn der Blog leidet, geht´s der Schwangeren gut!

Eine Weisheit, die sich aus der langen Blogabstinenz ergibt... Aber so war und ist es wirklich! Nachdem ich das offizielle Go von meinem Gyn bekommen habe, meine Freizeit wieder zu genießen und den Bewegungsradius nicht auf Couch - Küche - Klo einzuschränken, gibt es plötzlich jede Menge zu tun. Behördengänge um jegliche Anträge zu stellen, die irgendwie wichtig erscheinen, Baumarktbesuche, Entscheidungen welche Tapeten an die Wand und welcher Parkett auf den Boden im zukünftigen Kinderzimmer erstrahlen sollen müssen getroffen werden. Ist die Entscheidung dann gefallen, will das Material verarbeitet werden. So ertappte ich mich in den letzten Wochen doch tatsächlich auch immer mal wieder selbst bei leichten handwerklichen Tätigkeiten. Wer hätte das noch vor ein paar Wochen gedacht?



Nachdem alles fertig renoviert wurde, erfolgte der obligatorische Besuch bei Ikea, was weitaus anstrengender sein kann als gemütlich einen Laminatboden zu verlegen. Und da man bei Ikea nicht bloß für die Möbel, sondern auch für den langwierigen Aufbauspaß bezahlt, war wieder ein Wochenende verstrichen. Und ganz plötzlich ist man am Ende des 8. Monats, fragt sich warum die Zeit so schnell verstreicht, wird immer aufgeregter und die Pläne was es noch alles zu tun gibt rattern weiter im Kopf. Wer findet da als Schwangere schon noch Ruhe mal die Füße hoch zu legen und sich genüsslich dem Blog zu widmen ;)

Das Schnäppchen des Monats!

Ich bin gerade ganz aufgewühlt! Wer mich kennt, weiß das ich zur Kategorie "Schnäppchenjägerin" gehöre und heute morgen habe ich wohl das Schnäppchen des Monats geschossen. 5:30 Uhr ich kann nicht mehr schlafen, stolpere mit dem Handy irgendwie über 28 Ecken auf die Homepage von A.T.U., Unterkategorie Kindersitze... Und was sehe ich da?! Den Maxi Cosi SPS Citi in der Farbe "Cave" für unfassbare 10€! 10€!!! In Worten: Zehn Euro.

Screenshot via A.T.U
Ich lese ein paar mal über das Angebot, ob es sich nicht bloß um einen Schonbezug oder ähnliches handelt, kann aber keinen Fehler finden. So schnell habe ich noch nie was bestellt! Das könnt ihr mir glauben ;) Zumal es sich bei diesem Modell genau um jenes handelt, welches wir sowieso haben wollten. 

Ich habe bei A.T.U auch direkt noch mal angerufen und nachgefragt ob das tatsächlich sein kann,laut System wäre alles korrekt! Nun bin ich gespannt wie ein Flitzebogen ob da die Tage tatsächlich mein Superschnäppchen via Post ankommt.

Nur zur Info, bevor ich jemanden zum Kauf verleite, ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass es bei dem Modell Citi SPS wohl einen eventuellen technischen Defekt von Werk ab gäbe. Maxi Cosi erläutert diesen auf seiner Homepage und tauscht das eventuelle Teil kostenlos aus. Jedoch wäre der Fehler wohl auch bei den Modellen, die um die 80€ kosten aufgetreten, hat also nichts mit dem Schnäppchen zu tun.

Wenn der Tag so startet, bin ich gerne morgens um 5 Uhr schlaflos :D

Kleine Krankenhaus Kolumne: Home Sweet Home - Teil 9

Wie zu erwarten war das zu Hause liegen um einiges schwieriger als im Krankenhaus, die Verlockungen zu groß, der Kühlschrank zu nah.... Aber ich merkte, dass mich zwei Wochen in der Waagerechten echt geschlaucht hatten. Mein Mittagsschläfchen behielt ich bei und ich ließ es einfach alles sehr ruhig angehen.

Genau eine Woche nach der OP, hatte ich endlich einen Kontrolltermin bei meinem Frauenarzt. Ich war sehr gespannt auf diesen Termin, hatte noch einige Fragen, wie es jetzt in der restlichen Schwangerschaft überhaupt weiter gehen würde, was Schonung wirklich bedeutet, ob ich tatsächlich bis zum Entbindungstermin größtenteils liegen müsste und vor allem, wie geht das jetzt mit dem Beschäftigungsverbot weiter. 

Was mich erwartete war Dr. Jekyll und Mr. Hyde. So hatte ich meinen Arzt noch nicht erlebt. Er überflog schnell den Krankenhausbericht "Na, da habe Sie ja einiges erlebt!", untersuchte mich mit dem Vaginalultraschall unglaublich grob, machte weder einen Abstrich noch ein CTG und wollte aufs Kind gar keinen Blick werfen. Blut wurde mir einzig abgenommen, weil ich darum bat, doch bitte nach meinen Entzündungswerten zu schauen. Ein Gespräch kam überhaupt nicht zu Stande, bis auf "Ich schreibe Sie dann mal noch 2 Wochen kranke. Wir sehen uns dann in 2 Wochen wieder.". Ich sagte, dass dies für mich auf Dauer nicht gehen wird, da ich ja dann ins Krankengeld rutsche, ob ein Beschäftigungsverbot nicht sinnvoller wäre? Er würde mir keines ausstellen, ich sei krank. Vielleicht hätte ich ja Chancen vorm Arbeitsgericht. Bitte was?! Was ist das denn für eine Grundlage? Und das war mein hoffnungsvoller Infotermin bei meinem Frauenarzt.

Ich suchte Rat bei meinem Hausarzt, dem dieses Verhalten des Kollegen unglaublich sauer aufstieß und die Arzthelferinnen vermittelten mich direkt an einen anderen geschätzten Gynäkologen weiter. Dort bekam ich umgehend einen Termin und das war wohl die beste Entscheidung! Nicht nur dass teilweise Blutwerte und auch Infos bezüglich meiner Röteln-Impfung fehlten, alles in allem weiß ich jetzt auch wie man normalerweise als Schwangere in einer gynäkologischen Praxis behandelt wird. Woher soll man das auch vorher wissen, ansonsten war ich mit meinem alten Arzt ja auch eigentlich immer zufrieden. In der neuen Praxis wurde ausführlich untersucht, der Hummelmann wurde begutachtet, ich wurde über den weiteren Verlauf aufgeklärt - Schonung, aber keine dauerhafte Bettruhe - ich solle einfach auf meinen Körper hören und langsam machen, sobald irgendetwas ziept! Und ohne das ich es überhaupt ansprechen musste, alleine aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit in einem handwerklichen Kleinbetrieb, stelle er mir das Beschäftigungsverbot aus. Ein riesiger Stein viel mir vom Herzen! Die nächsten Termine beim meinem Gyn, welcher mich die ersten 6 Monate meiner Schwangerschaft begleitet hat, werde ich absagen. Vielleicht schicke ich ihm "hochachtungsvoll" eine Kopie des Beschäftigunsgverbots.

Kleine Krankenhaus Kolumne: Jetzt wird alles gut - Teil 8

Nachdem die OP überstanden war, hatte ich plötzlich das Gefühl, jetzt wird alles gut! Irgendwie fühlte sich mein Unterbauch viel stabiler an. Auf dem CTG waren auch keine Wehen mehr zu sehen und der Hummelmann wurde mit jedem Tag aktiver. Mittlerweile wackelt ab und an mein kompletter Bauch, wenn der Herr fit ist.

Nach über einer Woche Krankenhaus hat man langsam das Gefühl, Mitglied des Krankehaus Teams zu sein, man kennt sich... Die nächsten Tage waren somit sehr entspannt. Mittwoch war die OP, freitags sollte ich langsam anfangen mich wieder ein wenig zu bewegen, ich durfte bis zum Wasserspender laufen. Freiheit! Zwischendrin gab es zwar mal wieder kurzzeitig ein paar Aufregungen, meine Medikamente waren mehrmals falsch, sodass es wohl nochmals ordentlich Stunk vom Oberarzt gab, denn so was darf einfach nicht passieren. Aber wenn ich eins gelernt habe, dann nur noch Tabletten zu nehmen, wo ich 100%ig weiß, welchen Zweck sie haben.

Mittlerweile hatte ich das Dreibettzimmer auch verlassen und konnte mich über zwei ruhige Tage in einem Zweibettzimmer freuen - diese Ruhe hatte ich auch dringend nötig. Es erreichten mich unglaublich rührende Care Pakete, die mir die Tränen in die Augen jagten und langsam war auch Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Nach 14 Tagen Krankenaus sollte ich nun entlassen werden. 

Ich freute mich auf zu Hause, gleichzeitig hatte ich aber auch Angst. Im Krankenhaus wurde ich täglich überwacht, wie soll das Daheim weiter gehen? Mir wurde gesagt ich müsse auch dort viel liegen und mich schonen. Damit kann ich leben, denn ich weiß ja wofür ich es tue! Jeodch keine Entspannungsbäder, keine Schwimmbäder, kein Sex - es seien ja bloß noch 4 Monate. Und das aus dem Mund eines Mannes... Alles weitere solle ich mit meinem Frauenarzt besprechen.

Am Entlassungstag dann jedoch der nächste Schock. Aufgrund der Cerclage würde ich nur Krankgeschieben werden können. Bis dahin bin ich davon ausgegangen, dass man mir ein Beschäftigungsverbot erteilt. Für alle die nicht in der Thematik drin sind: "Würde eine Weiterbeschäftigung der werdenden Mutter die Schwangerschaft gefährden, sollte sie unbedingt darauf achten, dass ihr Arzt statt einer normalen Krankschreibung ein individuelles Beschäftigungsverbot (§ 3 Abs. 1 Mutterschutzgesetz) ausspricht", Rechtsexpertin Anne Kronzucker (Quelle: Schwangerschaftsratgeber.de). Bei einzig einer Krankschreibung hieß es nämlich für mich, dass ich in 3 Wochen bloß noch Krankengeld beziehen würde (70% des Bruttogehalts). Das widerrum würde mit sich bringen, dass mein Elterngeld im nächsten Jahr nur anhand dieser geringeren Summer errechnet werden würde, heißt somit 67% von 70% Krankengeld. Für mich ein finanzielles Desaster und irgendwo auch eine Ungerechtigkeit. Meine Hoffnungen ruhten nun auf meinem Frauenarzt.

Kleine Krankenhaus Kolumne: Die OP - Teil 7
Kleine Krankenhaus Kolumne: Die Cerclage - Teil 6
Kleine Krankenhaus Kolumne: Krankenhausalltag - Teil 5
Kleine Krankenhaus Kolumne: Die erste Nacht, ein schlechter Trip - Teil 4
Kleine Krankenhaus Kolumne: Machen Sie es sich bequem bei uns - Teil 3
Kleine Krankenhaus Kolumne: Ich habe einen Luftballon im Bauch - Teil 2
Kleine Krankenhaus Kolumne: Bauchgefühl & Wehen - Teil 1

Kleine Krankenhaus Kolumne: Die OP - Teil 7

Mit den Worten "Da ist wohl beim Aufklärungsgespräch ein bisschen was schief gelaufen, das tut mir sehr Leid.", besuchte mich wenig später der Oberarzt. Ich war außer mir, welche zukünftige Mama wäre das nicht? Wir sprachen nochmals über den Eingriff, fast versicherte er mir, es würde zu keinen Komplikationen kommen, was er so natürlich auch nicht machen kann, ich verstand ihn ja. Er selbst würde die OP durchführen und meinem Jungen nicht weh tun. Auch wenn wir das Thema beide nicht unbedingt aussprechen wollten, erklärte er mir, dass es bei einer Frühgeburt in der 23. Woche wirklich alles andere als rosig aussehen würde. Hätte er jedoch seitdem ich da bin, je bedenken gehabt, hatte er mich sofort in das Partnerkrankenhaus verlegt, in welchem sie für solche Fälle Spezilisten habe. Aber ich sei hier und das hätte seinen Grund, es würde alles gut gehen! Ich entschied mich also dafür am nächsten Tag die Cerclage legen zu lassen.

Am nächsten Tag ging alles sehr schnell, ich würde schon viel früher abgeholt als eigentlich geplant, weil zwei Operationen ausfielen. Ich erreichte meinen Mann nicht mehr, mit dem ich eigentlich noch ein Telefondate hatte. Innerhalb von wenigen Minunten hatte ich den OP-Kittel an, musste mich schweren Herzens von meinem Ehering trennen und wurde blind durch die Gänge geschoben (Brille war natürlich ebenfalls tabu). Für Aufregung war kaum Zeit, alles ging unglaublich schnell. Der Anästhesist begrüßte mit mich mit denn Worten "Guten Morgen, ich bin Herr Meier, ihr Anästhesist." Ich winke so herrschaftlich wie möglich von meinem Bett aus uns sagte: "Guten Morgen, ich bin Frau B., Ihre Patientin." Ich hatte das Gelächter seltsamerweise auf meiner Seite. Dann bekam ich ein "Begrüßungsschlückchen" und merkte direkt wie ich langsam wegdämmerte. Ich weiß nicht wie deutlich meine letzten Worte aus meinem Mund kamen, aber mein Mann lacht sich jetzt noch über diesen Muttertierinstinkt schlapp. Bevor ich einschlief, sagte ich "Wehe es sticht jemand meinen Jungen!" dann war ich weg.

Knappe 30 Minuten später wurde ich schon wieder im Aufwachraum wach. Und ich war richtig wach, viel zu wach für meine Verhältnisse! Ich hatte Schmerzen, unerwartet starke Schmerzen, mein erster Griff ging an meinen Bauch. "Ist alles in Ordnung mit ihm?" Es war alles in Ordnung! Ich war erleichtert und gleichzeitig hatte ich solche Angst, wieso diese verdammten Schmerzen?! Es war das erste und einzige Mal dass ich Scherzmittel akzeptierte. Auf dem Zimmer telefonierte ich direkt mit meinem Mann, der irgendwie auf einmal auch schon im Krankenhaus war. Keine 2. Minuten später wurde ich auch schon gebeten aufzustehen, ins Behandlungszimmer zu gehen, damit ich nach meinem Jungen schauen kann. Da war er, fit wie eh und je auf dem Ultraschallbildschirm!

Langsam wurden die Schmerzen besser, aber jetzt meldete sich die Narkose. Ich schwitzte, zitterte, wälzte mich im Bett hin und her, fühlte mich als habe ich Fieber, mir war heiß und kalt. Ich komme mit diesen chemischen Mitteln einfach nicht klar. Mein Blutdruck sank ins bodenlose, irgendwas mit 80/50. Aber auch das wurde besser und gegen Abend bekam ich auch schon wieder Appetit.

Kleine Krankenhaus Kolumne: Die Cerclage - Teil 6

Kleine Krankenhaus Kolumne: Die Cerclage - Teil 6

Meine Ärzte waren sich auch hier recht schnell einig und sie empfahlen mir eine Cerclage. Zer-was? "Zerklatsche"! Davon hatte ich zuvor nie gehört, letztendlich ist es aber ganz einfach, ich soll zugenäht werden. Ich dachte zuerst ich sei im Mittelalter angelangt, wie zugenäht? So ganz?! Man erklärte mir das bei diesem Eingriff ein stabiles Bändchen um den Gebärmutterhals gelegt wird, mit vier Stichen vernäht und somit der noch verbliebene stabile Teil des GMH unterstützt werden soll.

Soweit so gut. Zu den Risikofaktoren: Der Eingriff findet unter Vollnarkose oder einer Spinalanästhesie statt. Nach Rücksprache mit dem Narkosearzt entschied ich mich, wenn überhaupt, für eine Vollnarkose, da diese genauer zu dosieren sei und ich (= wir) weniger Stress ausgesetzt seien, als wenn ich den ganzen Vorgang im OP mitbekomme. Während des Eingriffs könne es zu Wehen oder auch zum Blasensprung kommen und somit zu einer eventuellen Früh- bzw. Fehlgeburt. Das war eben die Standard Info im Aufklärungsbogen. Ich wollte aber menschliches Input, wie hoch ist die Gefahr wirklich, ist das ein Standart Eingriff,  muss ich mir Sorgen machen, habe ich überhaupt eine andere Wahl? Aber wie sie eben sind, die Herrschaften im weißen Kittel, alles immer schön offen lassen. "Die Entscheidung können wir Ihnen leider nicht abnehmen, wir empfehlen Ihnen nur dringend in ihrem Stadium die Cerclage in Erwägung zu ziehen, jetzt haben wir noch 2cm die wir halten können...".

Ich entschied mich also dafür. Beim letzten Vorgespräch fragte ich dann, nachdem ich kurz zuvor den Hummelmann im Bauch hab selig an seinem Daumen nuckel  gesehen, ob es nicht sinnvoll wäre, den Eingriff in einem Krankenhaus mit Frühchenstation machen zu lassen. Auch wenn ich nicht über Komplikationen nachdenken wollte, für mich erschien das nur mehr als logisch. Die Antwort der jungen Ärztin versetzte mir einen Schlag ins Gesicht. "Wenn der Kleine jetzt kommt, wird sowieso nichts gemacht.", Bitte was?! Klar, die mittlerweile 23. Woche ist verdammt früh, aber was soll das bitte heißen, es würde nichts gemacht werden, weder hier noch in einer Klinik mit Frühchen Station. Ich habe eben mein Baby noch in meinem Bauch gesehen, ich spüre ihn und jetzt sagt mir diese Frau ihm würde nicht geholfen werden, falls er auf die Welt kommen würde?! Ich wollte hier einfach nur noch weg!

Kleine Krankenhaus Kolumne: Krankenhausalltag - Teil 5

Langsam pendelte sich der Alltag ein, zwischen 5 und 6 Uhr wurde ich automatisch wach, um 7 Uhr kam die erste Schwester um nach uns zu schauen. Nach einem ganz schnellen Toilettengang legte ich mich wieder in mein Bett, machte mich einigermaßen für den Tag zurecht, hier erwies sich die Schminkauswahl, die mein Mann zusammen gestellt hatte, als sehr hilfreich, immerhin bin ich bloß bettlegerisch und nicht Tod! Zwischen 8 und 9 Uhr kam meist das Frühstück, ziemlich zeitgleich dann auch die Visite, gegen 11 Uhr die Hebamme mit einem offenen Ohr und dem CTG, um 13 Uhr Mittagessen, welches erstaunlich lecker war, danach mein Mittagsschläfchen, 15 Uhr Shopping Queen mit Guido, gegen Nachmittag kam dann meist mein Mann oder meine Mama und brachte mir dann auch mal eine Kartoffelsuppe mit, denn das Abendessen war leider ein Graus. 20:15 Uhr, leichte Fernsehunterhaltung, zwischen 22 und 23 Uhr letzter Besuch der Nachtschwester, Schlafenszeit.

Und so gingen die Tage erstaunlich schnell rum. Zwischendrin piepste immer wieder der Infusator, wenn mein Magnesium leergetropft war, Braunülen mussten umgelegt werden, da meine Venen nach spätestens 3 Tagen versagten (ich war ein gefundenes Fressen für die Studenten), Blutabnahme, Urinabgabe, Ultraschall.... und das alles in einem Dreibettzimmer. Es gab eigentlich selten Momente in denen es still wurde. Ich kam noch nicht mal dazu ein Buch zu lesen.

Meine Diagnose stand dann nach 4 Tagen auch endlich fest: Zervixinsuffizienz (Gebärmutterhalsschwäche) aufgrund einer Infektion. Bevor ich mir überhaupt Vorwürfe machen konnte, wo ich mir diese verdammte Infektion eingefangen haben könnte, wurde ich auch schon beruhigt. Schwanger = zigfach anfälliger. Für alles! Da bräuchte man nur darüber nachzudenken und schon würden sich Bakterien breitmachen. In meinem Fall wurde sogar vermutet, dass eben diese von einem entzündeten Mückenstich am Knöchel aufgestiegen sind.... Der Plan hieß nun, die Infektion in den Griff zu bekommen und dann über weitere Schritte nachzudenken.


Kleine Krankenhaus Kolumne: Die erste Nacht, ein schlechter Trip - Teil 4
Kleine Krankenhaus Kolumne: Machen Sie es sich bequem bei uns - Teil 3
Kleine Krankenhaus Kolumne: Ich habe einen Luftballon im Bauch - Teil 2
Kleine Krankenhaus Kolumne: Bauchgefühl & Wehen - Teil 1

Kleine Krankenhaus Kolumne: Die erste Nacht, ein schlechter Trip - Teil 4

Da lag ich nun also im Krankenhaus, alle machten sich Sorgen, versuchten es aber auch nicht unbedingt so zu zeigen, vorneweg natürlich mein Mann, der schnell versuchte mir den Krankenhausaufenthalt als Kurtage zu verkaufen, mir das regelmäßige Essen schmackhaft zu machen und mir alles vorbei brachte, was mich irgendwie aufmuntern könnte. In meinem Kulturbeutel fand ich zum Beispiel ein Quitscheentchen, unseren Kreta Donkey hatte vorbei gebracht und selbst Schminke hatte er extra zusammen gepackt, etwas das mir im ersten Augenblick völlig irrational vorkam, sich jedoch später als wunderbare Aufmunterung erwies.
Ich hatte strenge Bettruhe verordnet bekommen, bekam einen Dauertropf gelegt, über den ich Magnesium (natürliches wehenhemmendes Mittel) und vorsorglich Antibiotika bekam. Antibiotika?! Hallo, ich bin Schwanger! Bisher hatte ich noch nicht einmal eine Kopfschmerz Tablette während der kompletten Schwangerschaft genommen und jetzt flößte man mir über die Venen Antibiotika ein? Ich glaube ich mutierte zur teils anstrengenden Patientin, da ich einfach alles hinterfragte, was sich aber als sinnvoll erwies. Das Antibiotika wurde vorsorglich verabreicht, da ein Hauptgrund für vorzeitige Wehen Infektionen im Vaginalbereich sein können. Hier wird nun abgewägt, was besser für Mutter und Kind ist, wobei die Ärzte eindeutig der Meinung sind, das hier ein langzeit erprobtes Antibiotikum das einzig Wahre sei. Ich musste mich also damit abfinden... 
Womit ich mich nicht abfinden wollte, war ein anderes Medikament. Meinem Mann und mir wurde noch am ersten Abend nahegelegt, dass ich für die erste Nacht doch ein leichtes Beruhigungmedikament nehmen sollte, etwas das auch für Schwangere geeignet sei. Es wäre nur von Vorteil, damit ich mich beruhige, etwas runter komme und die Nacht durchschlafen würde. Meine Gebärmutter wäre dadurch wieder entspannter und auch der Hummelmann sei damit nicht so viel Stress ausgesetzt. Wir fragten mehrfach kritisch nach, ob es wirklich in Ordnung sei und ob es keinerlei Bedenken gebe. Nein, das Präparat wird schon sehr lange bei Schwangeren nur mit positiven Ergebnissen verabreicht. Also stimmten wir zu. Für diese eine Nacht...

Bis ich um 2 Uhr aufwachte, völlig benommen torkelte ich aufs Klo, merkte schon direkt, hier stimmt etwas ganz und gar nicht. Auch meine Bettnachbarin stellte das fest und klingelte direkt nach der Nachtschwester. Alles war auf einmal so eng und ich schwankte wieder zurück ins Bett, wo mich dann so etwas wie eine Panikattacke überkam. Nach ein paar Minuten war auch schon wieder alles vorbei, der Doktor wurde dennoch aus seiner Tiefschlafphase geweckt und setzte sich noch etwas neben mich ans Bett.

Morgens fragte ich noch einmal nach diesem "leichten Beruhigungsmittel", ob der kleine Anfall damit zusammenhängen könnte. Die Ärzte versicherten mir nein, das sein bloß die Aufregung, das Diazepam habe damit nichts zu tun und würde ja eher bei solchen Dingen helfen. Diazepam? Moment mal... ist das nicht Valium?! Ich glaube es hackt! Und wenn der Stoff schon seit Jahren mit immer positiven Ergebnissen Schwangeren verabreicht wird, ich nehme in dreiteufelsnamen kein (leichtes, entspannendes Beruhigungsmittel) Valium! Ich werde immer noch wütend wenn ich darüber nachdenke!

Ich glaube, das haben dann auch die Ärzte kapiert...


Kleine Krankenhaus Kolumne: Machen Sie es sich bequem bei uns - Teil 3
Kleine Krankenhaus Kolumne: Ich habe einen Luftballon im Bauch - Teil 2
Kleine Krankenhaus Kolumne: Bauchgefühl & Wehen - Teil 1

Kleine Krankenhaus Kolumne: Machen Sie es sich bequem bei uns - Teil 3

Da stand ich nun also, etwas verunsichert am Empfangstresen der gynäkologischen Abteilung und murmelte meinen Satz "Ich weiß nicht, ob Sie mir weiterhelfen können, aber ich glaube ich habe Wehen. Ich bin in der 22. Woche...". 

So schnell habe ich noch nie eine Ärztin ein Telefongespräch beenden sehen! Sie schnappte mich unter dem Arm, frage, ob ich denn gehen kann und schleuste mich zwar sehr besonnen aber strengen Schrittes direkt in Richtung Kreissaal. Da brach plötzlich auch in mir ein wenig die Panik aus. Haben die denn hier nichts zu tun, soll ich mich nicht noch mal ins Wartezimmer setzten? Den Kreissaal wollte ich so früh eigentlich noch nicht betreten! Ich wurde auf das riesige Bett bugsiert, die Ärztin sprang gleich wie ein kleines Äffchen mit drauf, eine Hebamme wurde gerufen, eine Braunüle kam in den Arm, CTG Band um den Bauch, Hose aus, und das alles passierte irgendwie gleichzeitig. Ich muss gestehen, so etwas hatte ich zuvor noch nie erlebt und fühlte mich kurzzeitig einwenig an Emergency Room erinnert. 

Mittleweile heulte ich und begriff, hier ist wirklich etwas nicht in Ordnung. Ich hatte eindeutig Wehen und mein GMH bestand laut Ultraschall bloß noch aus knappen 2cm, inklusive einer kleinen Trichterbildung. Die Ärztin beruhigte mich, sagte mir aber dennoch, ich sollte mich darauf einstellen es mir in nächster Zeit bei ihnen im Krankenhaus gemütlich zu machen, sie tastete sich behutsam vor, bis die Worte "Sicherlich ein paar Wochen..." fielen. Sie versuchte mich noch ein wenig aufzumuntern und meinte "Jetzt machen wir erst einmal Baby TV für die Mama und schauen wie es dem Kleinen geht." Dem Hummelmann ging es selbst zu diesem aufregenden Zeitpunkt erstaunlich gut, sodass ich lachend und weinend gleichzeitig gebannt auf die Ultraschallbildschirm schaute.

Als ich dann auf mein Dreibettzimmer kam war mir alles egal, ich schluchzte, wollte nur noch das meine Mama kommt und hatte ständig im Kopf, dass es ist für solche Sperenzchen noch viel zu früh ist, viel zu früh! Auch schien mir die zeitliche Distanz zwischen Juli und Dezember plötzlich riesig. Ich werde nun also meine restlich Schwangerschaft bis in den Winter hinein im Krankenhaus verbringen müssen, dabei hatte ich doch noch so viel vor, das Kinderzimmer herrichten und die Vorbereitungskurse, stricken für den Kleinen, eben einfach eine ganz normale Schwangerschaft genießen....

Kleine Krankenhaus Kolumne: Bauchgefühl & Wehen - Teil 1 Kleine Krankenhaus Kolumne: Ich habe einen Luftballon im Bauch - Teil 2

Kleine Krankenhaus Kolumne: Ich habe einen Luftballon im Bauch - Teil 2

Nachdem ich donnerstags "Ruhe" verordnet bekommen habe, entspannte ich mich die Tage ein wenig im Garten, gammelte auf der Couch, ging aber auch meine Mama besuchen und stöberte mit meinem Onkel durch eventuell noch brauchbare Babyklamotten. Das alles entsprach meinem Sinn von runter kommen, entspannen und den Tag genießen. Jedoch war da auch ständig dieser Hintergedanke, ob wirklich alles OK sei... Google wurde erneut wieder mehr zum Fein als Freund und verunsicherte mich noch zusätzlich. Lag ich zu hause auf der Couch kreisten meine Gedanken um das Thema Gebärmutterhalsverkürzung, was ist normal, was schon gefährlich. Ich stolperte über Forumseinträge in denen Frauen berichteten das sie mit einem GMH (Gebärmutterhals) von 3cm direkt ins Krankenhaus eingewiesen wurden und strengen Bettruhe einhalten mussten. Ganz ehrlich, dieses Bauchgefühl, da stimme etwas nicht, wurde immer lauter, an Tiefenentspannung kaum noch zu denken. Und liegt man erstmal zu hause rum, nimmt man seinen sowieso schon völlig faszinierenden Bauch noch ganz anders wahr. Der Hummelmann, begann mehr und mehr zu treten und zu strampeln, kann mein Bauch dadurch auch hart werden?! Woher soll ich das denn wissen (= Symptome einer panischen Erstgebärenden). Und Antworten kann dir auch keiner so richtig geben, "Bei mir ist das schon so lange her...", "Hast du denn richtige Schmerzen?", "Ach, du bist eben Schwanger, entspann dich einfach...", oder eben "Geh` nochmal zum Arzt, wenn du dich nicht sicher fühlst."...

Nachdem ich nun ganze vier Tage über das Wochenende zu hause "entspannt" hatte, kam der Punkt an dem ich selbst bloß noch dachte: Krankenhaus - Jetzt! Es war ein Gefühl, als würde man einen Ballon in meinem Unterbauch langsam ganz fest aufpusten, bis man eine eindeutige feste Kugel abgrenzen könnte, wie eine kleine Honigmelone, verdammt hart. Danach entwich, bildlich gesprochen, die Luft wieder aus dem Ballon. Richtige filmreife Schmerzen hatte ich dabei keine, ich merkte nur, wie ich versuchte automatisch dieses harte Gefühl wegzuatmen. Das alles funktionierte auch noch so gut, dass ich mich ins Auto setzte und ins etwas entfernte Krankenhaus schnell mal alleine fuhr...


Kleine Krankenhaus Kolumne: Bauchgefühl & Wehen - Teil 1

Kleine Krankenhaus Kolumne: Bauchgefühl & Wehen - Teil1

Der letzte Eintrag ist ein paar Wochen her, damals ging es noch darum wie glücklich ich über unseren Urlaub im 5. Monat auf Kreta war... Danach ging plötzlich alles holterdiepolter! Ich ging wieder arbeiten, verrichtete meinen Alltag erstaunlich gut, verstand auch warum es hieß, dass das 2. Trimester zu einem der angenehmsten Drittel der Schwangerschaft gehört und verlebte so also meinen Alltag (abgesehen von der täglichen Qual "Was zur Hölle ziehe ich bloß an?!", aber das ist ein anderes Thema) völlig normal. 

Bis auf einmal der Tag kam an dem ich merkte, ich kann nicht mehr. Mein Bauch wurde relativ oft sehr hart und ich dachte mir, das gehört eben einfach zum Schwanger sein dazu, da tut sich halt was... Eigentlich hatte ich gar nicht so richtig das Gefühl mich zu überanstrengen, dies war halt mein täglicher Trott. Aber da war dennoch so ein seltsames Bauchgefühl, dass mir sagte, ich soll zum Arzt gehen, einen Gang runter schalten, ein paar Tage Auszeit gönnen. Einem Arbeitstier wie mir fällt es echt schwer, normalerweise gehe ich erst dann zu Arzt, wenn das Fieber mich voll im Griff hat und ich alleine kaum noch aus dem Bett raus komme. Aber es geht ja momentan nicht mehr bloß um mich, sondern um uns! Also dackelte ich kleinlaut mit dem Gefühl zum Arzt, er denke sicherlich "Gott, wieder so eine anstrengende Erstgebärende...!"

Die Entscheidung meinen Gyn aufzusuchen stellte sich als richtig heraus! Mein Gebärmutterhals hatte sich auf 3cm verkürzt, woran wohl leichte Wehen schuld waren. 3cm seien laut meines Gynäkologen noch völlig ok, circa 4cm wären in meinem Stadium wünschenswert, ab 2,5cm (das erfuhr ich aber erst im nachhinein) wird es kritisch. Er verordnete mit Ruhe (keine Bettruhe), ich sollte mich einfach mal etwas entspannen, weg kommen von der Arbeit. Wie das dann demnächst weitergehen würde, möchte er gerne mit mir in der kommenden Woche nach seinem Urlaub klären und bis dorthin solle ich einfach mal einen Gang runter schalten....


Kreta im 5. Monat

Ich wollte ja noch kurz ein wenig von meinen Eindrücken berichten, wie es sich so als Schwangere in Kreta urlauben lässt.

Fangen wir mal bei dem Flug an. Viel Wasser und gute Kompressionsstrümpfe sind unabdingbar. Je nach Fluglinie sind die Stewardessen sogar so nett und füllen euch immer wieder die Wasserflasche auf. Aus diesem Grund empfehlenswert, ein Sitzplatz am Gang, denn dank Kompression und der enormen Wassermengen, musste ich mindestens jede Stunde einmal aufs Klo. Sehr angenehm sind auch Sitze vorne, also vor den Tragflächen, den Flug empfand ich hier als viel entspannter. Übrigens, wenn man bei der Kontrolle vor dem Abflug angibt, dass man Schwanger ist, muss man nicht durch die Metalldetektoren, sondern wird bloß ordentlich abgetastet. Nach Kreta fliegt man übrigens gute drei Stunden von Frankfurt aus, länger hätte es für mich auch nicht sein dürfen.

Angekommen in Kreta habe ich eigentlich nur positive Erfahrungen gemacht, die Menschen begegnen einem sehr freundlich, schnell wird auf den Bauch gezeigt und mit einem verschwörerischen grinsen "Baby!?" zugerufen. Erstaunlicherweise wagt es von den Einheimischen niemand ungefragt den Bauch anzufassen, ganz im Gegensatz zu den teils deutschen Gewohnheiten. Man bekommt auch mal eine Banane geschenkt, alles nur "Für Baby!" versteht sich.

Die Temperaturen lagen Ende Juni, Anfang Juli bei uns immer zwischen 28°C und 35°C und dank des ordentlichen Windes waren sie auszuhalten. Perfekt, wenn die Beine doch mal dicker wurden, ist natürlich die Abkühlung im Meer, schwimmen tut unheimlich gut! Wir waren viel unterwegs, sind wieder über 1.000km mit dem Leihwagen (Klimanalage!) gefahren und haben jeden Tag etwas unternommen. Natürlich muss alles etwas langsamer von statten gehen und genügend Wasser sollte auch immer dabei sein. Ich habe enorme Mengen getrungen! Aber diese ganze Urlaubsaction tat mir gut! Ich habe richtig gemerkt, wie ich tatsächlich gegen Ende des Urlaubs fitter wurde und nach ein paar Stufen nicht mehr ganz so geschnauft habe wie zu Beginn unserer Reise.

Einer der Faktoren die mir anfangs groß Sorge bereitet haben, war das Essen. Sowohl in unserem kleinen Hotel (Porto Belissario in Ferma), als aber auch an den diversen Tavernen, hat man immer verständissvoll Auskunft bekommen. Gerade bei Fetakäse war ich vorsichtig, jedoch wird auch auf Kreta, wie in Deutschland meist nur pastorisierter Käse angeboten. Einmal, absolut abgelegen, haben wir in einer Taverne einen Wasserkrug auf den Tisch gestellt bekommen, das Wasser darin sprudelte noch wenige Sekunden zuvor aus einer Quelle. Mein Mann war direkt skeptisch, die Kellnerein meinte aber hier trinke es jeder, auch die schwangeren Frauen "... und alle Baby gesund!". Tja, da muss man eben abwägen und wie mein Frauenarzt vorab auch schon sagte auf das eigen Bauchgefühl vertrauen.

Eincremen war in diesem Urlaub sehr wichtig, durch die Schwangerschaft ist die Haut viel empfindlicher. Ich war sehr stolz auf mich im ganzen Urlaub keinen Sonnenbrand, vor allem im Gesicht davon getragen zu haben, dafür hatte ich mir einmal ein wenig den Bauch verbrannt. Der arme Kleine dachte ich! Aber trotz LSF 50 und komplett Aufenthalt im Schatten, hat die Kugel das Licht aufgenommen wie nichts und wurde am aller schnellsten braun.  

Ich würde jederzeit wieder schwanger verreisen und fand den 5. Monat perfekt dafür.